Die Therapie der großen Pädagogin Dr. Maria Montessori wird heute mit den neusten Erkenntnissen der Neuropsychologie und -physiologie sowie der Sozialpädagogik kombiniert und weltweit erfolgreich eingesetzt. So kann für jedes Kind ein individueller Hilfeplan erstellt werden. Maria Montessori beobachtete, dass alle Kinder ein natürliches Verlangen zum Lernen besitzen. Das Tempo des Lernens bestimmen sie dabei allerdings ganz individuell. Montessori-Therapie bedeutet Lernen mit allen Sinnen und fördert Selbständigkeit, Selbstbewusstsein und Selbstverantwortlichkeit von Kindern und Jugendlichen.
Montessori-Therapie hilft Kindern mit körperlicher oder geistiger Behinderung oder Entwicklungsverzögerung. Sie dienen dazu die Sprachentwicklung zu fördern, Entwicklungsdefizite auszugleichen, Grob- und Feinmotorik zu üben, Ausdauer und Konzentration zu steigern, Sinneswahrnehmungen zu trainieren, Hilfen bei Rechenschwäche sowie Lese- und Rechtschreibschwächen zu geben. Darüber hinaus ist eine Montessori-Therapie für Kinder mit genetischen Auffälligkeiten wie Down-Syndrom, Angelman-Syndrom oder Rett-Syndrom hilfreich. Die Therapie findet als Einzeltherapie oder in Kleingruppen mit zwei bis vier Kindern statt. In einem kindgerechten Therapieraum bekommen die Kinder spezielle Spiel- und Lernmaterialien, die von Maria Montessori selbst entwickelt wurden.
Mit Hilfe der Materialien können die Kinder Das Lernen und Experimentieren neu entdecken. “Hilf mir es selbst zu tun” – nach diesem Motto von Maria Montessori entscheiden die Kinder, welche der angebotenen Spiele sie benutzen wollen. Auf diese Weise bestimmt das Kind selbst seinen Lernfortschritt und entdeckt die Freude am Lernen neu. Die Therapeuten arbeiten mit den Eltern eng zusammen und geben Anleitung, wie sie zu Haus mit dem Kind weiter üben können. Eine Montessori-Therapie kann über das Bundessozialhilfegesetz finanziert werden.